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SY-TONGA > Logbuch
Heimatliches Revier

Wir haben lange nichts von uns hören lassen. Nun im heimatlichen Revier angekommen, erwarten unsere Homepage-Freunde vielleicht ja auch keine Eintragungen mehr. Doch Gerd und ich haben beschlossen, noch diesen Eintrag bis zum Heimathafen zu schreiben, um ein rundes Ende zu finden und um uns von allen interessierten Lesern zu verabschieden. Besonders haben wir uns auch immer wieder über Mails von uns unbekannten Personen gefreut. Vielleicht gibt es noch einen späteren Nachtrag über Hamburg, da einige unterwegs getroffene Segler den hohen Norden und unsere schöne Stadt Hamburg nicht kennen. Aber das wird sich finden. Nun zu unserem Abschlussbericht:

es geht die Elbe hoch. Wie angenehm, dass es nur so kurze Entfernungen sind. Ob der Wind weht oder nicht, ist fast nicht wichtig. Das auflaufende Wasser schiebt uns die vertraute Elbe hoch. Aber nicht vorbei an bekannte Häfen. Denn fast in jedem Hafen kehren wir ein. Als erstes liegt Otterndorf auf der Strecke. Hier gibt es Besuch von meinen Eltern und der Schwester Sylvia mit Anhang. Danach steht Neuhaus auf dem Plan. Doch das Sperrwerk wird gewartet, so dass ein Durchfahren in dieser Woche fast nicht möglich ist. So kehren wir im alten Hafen von Brunsbüttel ein. Wegen lärmender baulicher Maßnahmen geht es schon am nächsten Tag zum Ankern in die Stör. Für wenige Stunden machen wir in Glückstadt fest, um auf das auflaufende Wasser in die Schwinge zu warten.

Im Stadthafen von Stade verweilen wir ein paar Tage. In der Woche ist es hier beschaulich, erst zum Wochenende füllt sich der Hafen, so dass die Päckchen etwas länger werden. Hier erfolgt eine nette Begrüßung von Iris, Stephan und Fabian. Immer mehr werden auf uns als Heimkehrer aufmerksam. Doch es ist schön, so nach und nach Familie, Freunde und Bekannte wieder nah bei sich zu wissen. Weitere Treffen sollen im Cityhafen Hamburg folgen. Dieser Ort ist für einige Freunde leichter zu erreichen, als unser Heimathafen Wedel. So müssen wir auch schon wieder Stade verlassen, um in Hamburg zentral unser Quartier aufzuschlagen.

Vom Cityhafen stehen uns die öffentlichen Verkehrsmittel unmittelbar zur Verfügung. Denn nun drängt die Zeit, uns um Wohnungs- und Autosuche zu kümmern. Aber es muss auch immer noch genug Zeit für Besuch übrig sein. So können wir an Bord meine Schwester Angelika und Schwager Dieter, Tom und Petra, Marion und Roland, Familie TIGGER und den spontanen freudigen Besuch von Evelyn und Ingo begrüßen. Mit geliehenen Falträdern kurven wir in der Speicherstadt und in der City herum. Leider ist so miserables Wetter, dass wir doch etwas eingeschränkt sind, und das Fotografieren nicht wirklich Spaß bringt. Die Hamburg-Bilder werden vielleicht noch vervollständigt oder nachgereicht.

Nach einer Woche verholen wir in den Hafen von Wedel. TONGA bekommt einen ruhigen Platz zugewiesen. Wie schön. Nach dem unruhigen Liegen in der City eine richtige Erholung. Hier bewegen wir TONGA erst wieder fort, wenn unser festes Quartier und der vierrädrige Untersatz geklärt sind. Nach dem ersten Landgang mit Blick auf den Hafen bin ich für mich erst richtig wieder in der Heimat angekommen. Ein gutes Gefühl. Auch Gerd genießt die Kontakte, die sich hier täglich automatisch ergeben. Wir sind eben keine Gäste mehr im fremden Land, im unbekannten Hafen…

Mit vielen Grüßen an euch alle, die wir noch nicht gesehen und gesprochen haben. Aber nun haben wir ja wieder den kurzen Draht und sehen uns. Vielen Dank, dass ihr so Anteil an unserer Reise genommen habt, das hat uns "bei der Stange gehalten". Gut so, denn jetzt haben wir für uns eine Dokumentation für spätere Tage zur Erinnerung.

Helgoland und Cuxhaven

Helgoland, Cuxhaven; Orte für viele von euch bekannt und für uns natürlich auch, doch seit ca. 2 Jahren nicht dort gewesen. Nun die Heimat greifbar nah. Noch eine Nacht durchsegeln, dann hat uns Deutschland wieder. Wir freuen uns darauf und sind gespannt, wie wir uns nach längerer Abwesenheit fühlen werden.

So laufen wir morgens aus Vlieland aus und müssen über 1 Stunde gegen den Westwind motoren. Etwas mühsam, aber nachdem das geschafft ist, können die Segel gesetzt werden und TONGA nimmt eine zufriedenstellende Geschwindigkeit auf. Am Tage schönes Segeln, in der Nacht beginnendes Motoren bis zum Einlaufen nach Helgoland. Im Morgenlicht sehen wir viele deutsche Fahnen wehen, vereinzelt auch holländische; ja, wir müssen wieder in Deutschland sein. Auf den ersten Blick scheint alles bekannt. Ob die Zeit hier wohl stehen geblieben ist? Auch die langen Schiffspäckchen; wie eh und je.

Nach 2 maligem Verholen sind wir erst richtig angekommen. Liegen als 2. Schiff neben URSEL-UTE aus Glückstadt. Gerd und ich wetten, wie viel Schiffe wohl längsseits kommen werden. Auf ein Neuner-Päckchen kommt keiner von uns. Da für die kommenden Tage aber nur wenig Wind angesagt ist, wird bis auf etwas abend- und morgendliches Geklapper wohl alles klar gehen. Ein superschönes Licht lockt uns am ersten Abend gleich zum Oberland-Rundgang. Dort begegnen wir mit Ulli das erste bekannte Gesicht, woraus sich ein sehr kommunikativer Abend ergibt. Spezielle Einkäufe und ein Besuch in der Sauna mit Meerblick runden unseren Aufenthalt auf Helgoland ab. Das Auslaufen ist für den frühen Montagmorgen geplant, welches für unsere vielen Nebenlieger wohl eher unangenehm sein könnte, so verlassen wir schon sonntags unseren Platz, füllen TONGAs Dieseltanks und verholen auf den Ankerplatz.

Cuxhaven ruft, so dass das frühe Aufstehen ohne Murren akzeptiert wird. Schade ist nur, dass wir fast ausschließlich am Motoren sind. Beim Sichten der Kugelbake ist das schon fast vergessen. Das Anlegen in eine freie Box bei viel Strömung gelingt erst beim 2. Mal, dafür haben wir von oben ganz interessierte Zuschauer. Der Jüngste von ihnen traut sich zu fragen, ob sie das Boot mal anschauen dürften. Nicht lange und die junge 4 köpfige Familie hat TONGA geentert. Ein nettes Zusammentreffen, unser erster Besuch in Deutschland an Bord nach dem Auslaufen aus Cuxhaven 2008. Kaum haben sich die Vier verabschiedet, kommen meine langjährigste Freundin Conny aus Berlin mit ihrem Sohn Ben an Bord. Welche eine Freude. Ein guter Beginn für die Heimkehr.

Nun wollen wir uns auch bei CRISADEEs melden. Gudrun und Hans verbringen die Hurrikan-Saison in ihrer Heimat Sahlenburg. Da ist natürlich von beiden Seiten schon seit langem ein Treffen ins Auge gefasst. Da wir wieder über Handy kontakten können, ist ein Termin schnell gefunden. Wir freuen uns ganz ganz doll, die Beiden gesund und munter wie eh und je wieder zu sehen. Mit Spazier- und Einkaufsfahrten mit den Fahrrädern vom Cuxhavener-Segler-Verein, Treffen mit den Seebummlern und einem Kino-Besuch geht die Zeit in Cuxhaven schnell vorbei. Einige Häfen möchten wir noch in der Elbe anlaufen. Doch allmählich haben wir das Gefühl, dass die Zeit drängt, da wir noch ein festes Zuhause suchen müssen. TONGA hat schon einen Termin zum Kranen, doch wo schlagen wir dann unser Quartier auf?

Wer im Raum Wedel bis Altona/Eimsbüttel eine 2 ½- 3 Zimmerwohnung für uns weiß, möge sich doch bitte bei uns melden. Außerdem benötigen wir einen Gebrauchtwagen….

Unsere Email-Adresse findet ihr unter der Rubrik Kontakt.

 

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Harlingen und Vlieland

Um in den Stadthafen nach Harlingen zu gelangen, müssen wir 2 Brücken passieren. Jedoch keine Schleuse, da der Harlinger Stadthafen ein Tidenhafen ist. Da wir gegen Mittag eintrudeln, ist es kein Problem einen Liegeplatz längsseits der Gracht zu bekommen. Für einen Schwimmsteg verholen wir uns noch einmal in den hinteren Hafenteil. Hierzu muss für TONGAs Durchfahrt manuell eine Fußgängerbrücke den Weg frei gegeben werden. Dann liegen wir ganz hinten drin und haben nun den kürzesten Weg zu dem Schwimmponton mit Duschen und Toiletten.

Auch Harlingen gefällt uns gut. Vom optischen Eindruck hätte diese Stadt auch unter der Rubrik Ijsselmeer eingeordnet werden können. Da dies aber faktisch verkehrt ist, können wir uns hier noch einmal auf viele typische holländische Kleinstadteindrücke am Wasser erfreuen. Weiter nutzen wir diesen Aufenthalt für Nahrungsmitteleinkäufe, da wir denken, dass das Versorgen auf den Nordseeinseln nicht so einfach sein wird wie hier.

Auch anderweitig beginnt die Vorbereitung für die Nordsee. Gerne wollen wir ab Vlieland gen Deutschland starten. Doch müssen wir auch darauf gefasst sein, keinen Liegeplatz dort zu ergattern, so dass dann ein Nachttörn auf der Nordsee angesagt wäre. Da wir wegen der Tide erst mittags von Harlingen starten können, stehen die Karten nicht so gut. Denn es hieß schon im Ijsselmeer, entweder ihr seid mittags im Vlieländer Hafen oder es kann sein, dass dieser wegen Platzmangel geschlossen ist.

So sieht es dort vor Ort dann auch aus. Der herumkurvende freundliche Hafenmeister im Beiboot lässt uns zunächst etwas warten, da er für unsere Größe keinen Platz hat. Doch dann findet er in der allerletzten Boxenreihe ganz innen längsseits noch einen Platz. Dort sollen wir rein manövrieren, was uns bei unserem nicht ganz so manövrierfähigen Boot ein etwas mulmiges Gefühl aufkommen lässt. Ein Versuch ist es wert. Die Alternative ist, die Nacht durchzusegeln. Wer möchte das schon….?

Mit etwas Hilfe durch Herumdrücken des Buges in die Boxenreihe durch den Hafenmeister kommt TONGA in Rückwärts-Fahrt dem Liegeplatz langsam näher und es wird ein perfekter Anleger. Nun bekommen wir noch einen Nebenlieger und damit ist der Hafen für heute gefüllt. Also als vorletztes Schiff noch Glück gehabt. Im Hafen eine Quirligkeit, die wir schon länger nicht mehr hatten. Naja, es ist eine Sommer-Ferien-Insel; Strand-Wasser-Urlaub mit Kindern. Ein dementsprechendes Treiben finden wir an unserem Steg, am Strand und im Ort vor. Unglaublich. Wir sind irgendwie in einer ganz anderen Stimmung. Werden uns hier also bald wieder verabschieden.

Auch unser Positionsreport ist auf der Webseite abgestürzt. Unsere aktuelle Position könnt ihr unter unserem Rufzeichen DK1TO unter http://www.winlink.org/userPositions finden.

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Ijsselmeer

Wir finden immer noch, dass es eine gute Entscheidung war, über Amsterdam in das Ijsselmeer zu fahren. Denn nun bekommen wir einen Eindruck von diesem holländischen Binnenrevier. Fast überwältigt sind wir von diesen vielen Schiffen, die nach wie vor um uns herum schippern: jede Größe Segel- und Motorboote, darunter auch kaum zählbare traditionelle Oldtimer. Diese eindrucksvollen Wassergefährten unter Segeln, manövrierend oder fest liegend am Kai zu sehen, sind einfach faszinierend.

Die Städte und Orte, die wir hier im Ijsselmeer anlaufen sind nicht groß, doch überall sind Möglichkeiten geschaffen, dass auch die Großsegler einen Liegeplatz finden. So z.B. vorgefunden in Enkhuizen und Makkum. Meist liegen die 20-30 m langen Oldtimer aufgrund von Platzmangel häufig längsseits. Laufbohlen über 3 dieser nebeneinander liegenden Schiffe ermöglichen dann die Landgänge ihrer Crew und Mitsegler, deren es in der Sommerferienzeit viele gibt. So erleben wir die Riesendampfer häufig bevölkert mit deutschen Jugendlichen.

Von der kleinen Stadt Enkhuizen sind wir sofort angetan. Wir suchen einen Liegeplatz im Binnenhafen direkt in der City und liegen zum Abend dann im 6er Päckchen. Am Morgen verholen wir geschwind in eine der wenigen frei gewordenen Boxenplätze. Der Ort ist schnell erkundet. Trotzdem brechen wir immer wieder zu einem Landgang auf. Schiffe gibt es in Massen zu besichtigen oder idyllisch an kleinen Grachten wandelnd. Naja, wie man sich als Segler ebenso die Beine vertritt.

Ähnliches können wir über Makkum berichten. Nur, dass der Ort bei weitem kleiner ist, aber ebenso gute Variationen für Liegeplätze bietet. Wir fahren ganz durch zum Gemeindehafen. Ein super geschütztes Plätzchen mit einem total gut renovierten Servicehaus. Welch ein angenehmes Duscherlebnis. Auch an Waschmaschine und Trockner wurde gedacht. Das alles zu sagenhaften günstigen Preisen. Das abendliche Spazierengehen zu den Oldtimern, die sich auch hier wieder zahlreich eingefunden haben, am Deich entlang rundet diesen angenehmen Aufenthalt ab. So macht es wenig, dass wir unsere Abfahrt am nächsten Morgen wegen Wind und Regen um einen Tag verschieben. Unser nächster Anlaufshafen Harlingen ist nicht weit entfernt. Dazu muss TONGA wieder eine Schleuse passieren, wodurch wir das Ijsselmeer hinter uns lassen. Dann heißt es wieder auf die Tide achten und hinaus auf die Nordsee.

 

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Amsterdam

Gleich hinter Ijmuiden müssen wir einmal schleusen, um in den Nordseekanal gen Amsterdam zu gelangen. Wirklich total unkompliziert. Ein so schnelles Schleusen hat es für uns noch nie gegeben. Auf der ca. 15 sm Strecke bis zum City nahen Hafen sind wir beeindruckt von dem vielen Schiffsverkehr und den hunderten (oder wohl eher tausenden) von Schiffen die entweder fahrend oder vertäut an uns vorüberziehen. Überhaupt kein Vergleich mit dem NOK oder der Elbe. Zur Mittagszeit laufen wir in den Sixhaven ein. Dieser kleine private Hafen macht einen sehr idyllischen Eindruck und liegt an der Nordseite des Kanals; sozusagen genau gegenüber des Hauptbahnhofes von Amsterdam. Zentraler kann man wohl kaum mit einem Boot in der niederländischen Hauptstadt liegen.

Der sehr freundliche Hafenmeister lässt mit sich reden, so dass wir in einen Boxenplatz festmachen können. Welch ein Glück wir mit unserem Liegeplatz haben, wissen wir erst gegen Abend zu schätzen: die ankommenden Boote werden sorgfältigst im Hafenbecken eingewiesen. Ab 15 Uhr ist der Hafen eigentlich schon voll, ab 18 Uhr geht gar nichts mehr. Trockenen Fußes kann man sich jetzt über die gesamte Wasserfläche im Hafen bewegen. Trotzdem ist die Stimmung im Hafen entspannt. Die sanitären Anlagen sind dem Andrang gewachsen, die Profi-Waschmaschine leistet ihre Dienste, ein kleines Café in luftiger Etage lädt zum Segler-Latein zu günstigen Preisen ein. Doch –obwohl schon gefüllt- ist der Hafenmeister immer noch präsent, so unter dem Motto "Drei gehen noch". Die danach kommenden Schiffe sind kaum in der Einfahrt und müssen auch schon wieder enttäuscht rausfahren.

Morgens dann erfolgt in aller Ruhe das Verholen. Wer bleiben möchte, rückt auf. Wir dagegen können ganz nach unserem Zeitplan in Richtung Stadt aufbrechen. Zunächst zur Fähre, die im Minutentakt und kostenlos Fußgänger, Fahrradfahrer und Roller auf die andere Seite zur Central Station bringt. Welche Massen hier stündlich transportiert werden. Den Hauptanteil machen die Fahrräder aus. Dann auf der anderen Seite rund um den Bahnhof sehen wir tausende von deponierten Fahrrädern. Bei diesem Anblick bleibt einem fast der Mund offen stehen. Aber auch Fahrräder in zügiger Fahrt sind unterwegs. Selbst als Fußgänger ist unsere ganze Aufmerksamkeit gefordert: Autos, Straßenbahn, Rollerfahrer und die unzähligen schnellen Fahrradfahrer. Da bekommen wir richtig Lust, mit dabei zu sein. Sind wir doch lange nicht per bicyclette unterwegs gewesen. Bei meinem Berlin-Aufenthalt hatte ich ja ein Fahrrad zur Verfügung. Doch hier mit den großen 2-spurigen Fahrradbahnen ist es bestimmt viel netter.

So gehen wir den vielen Werbespots "rent a bike" gerne nach. Durch die Leichtgängigkeit unserer Yellow-Bikes sind wir ganz begeistert und haben nun noch einen viel größeren Radius zur Stadterkundung. Wir sind dabei! Hier ein paar interessante Fakten und Zahlen für Amsterdam: 550.000 Fahrräder bei 215.000 PKWs. 50 % der Amsterdamer (älter als 12 Jahre) fährt täglich mit dem Fahrrad, zusammen legen sie am Tag 2 Millionen Radfahrkilometer zurück. 400 km frei liegende Radwege stehen zur Verfügung. Bei einem Drittel aller Verkehrsunfälle ist ein Radfahrer beteiligt.

Bei uns geht alles gut. Nun sind wir wieder als Fußgänger unterwegs; unsere Art Städte in uns aufzunehmen. Diese grüne Stadt mit ihren Grachten und unzähligen Hausbooten gefällt uns trotz der vielen Touristen. Immer wieder finden wir gemütliche Plätzchen, an denen wir gerne bei einem Bier, Café Latte oder Wein die lebendige Stadt in uns aufnehmen. Dieses Mal werdet ihr wieder von vielen Fotos erschlagen, da das Auswählen so schwer war…

Amsterdam ist nicht nur 1 Besuch wert; wir kommen bestimmt gerne noch einmal wieder! Und wo treibt ihr euch in den Ferien herum? Schöne Zeit auch für euch.

 

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Scheveningen und Ijmuiden

Es dauert und dauert bis wir von Helevoetsluis, der Schleuse bei Stellendam und entlang des langen Fahrwassers hinaus zur Nordsee endlich Kurs auf Scheveningen nehmen können. Selbst im gekennzeichneten Fahrwasser ist es bei fast Niedrigwasser sehr flach, so dass wir uns ein Abkürzen nicht trauen. Spätes Starten bedeutet natürlich auch spätes Ankommen, was dann auch einen gefüllten Hafen vermuten lässt. Und richtig: beim Hereinfahren in den Hafen von Scheveningen erblicken wir schon große Schiffspäcken (= Längsseitiges Liegen der Schiffe mangels fehlender Boxenplätze: eine Erklärung natürlich nur für die Nichtsegler). Trotzdem steuert Gerd TONGA in die Stegreihe, von wo uns der Hafenmeister entgegen gefahren kommt. Er weist uns einen Liegeplatz am Steg zu; welch eine Freude. Das bedeutet, dass wir am morgigen Verholen der Schiffe nicht teilnehmen müssen. Zwar werden wir gebeten uns auf einen anderen Stegplatz zu verlegen, weil das hier ansässige Schiff zurückkommt, aber das ist uns lieber, als Tag für Tag zwischen vielen Schiffen eingebaut zu werden.

Denn wir wollen 2-3 Tage bleiben, um die Stadt etwas mehr zu erkunden. Diese ist überschaubar. Dagegen spielt sich doch so Einiges an der Strandpromenade ab. Schon sagenhaft; die Fotos sprechen da wohl für sich. Es ist einfach Hochsaison, wie man am Strand und im Hafen miterleben kann. Jeden Abend erfordert es das Geschick des Hafenmeisters, möglichst alle einlaufenden Schiffe im kleinen Hafenbecken unterzubekommen. Was an unserem letzten Tag nicht mehr zu bewältigen ist. Er verweist sie zur linken Hafenseite, wo sie sich irgendwo an der Kaimauer oder einem Fischkutter festmachen können.

Dazu noch ein totales Tuwabu im Hafengebiet, -räumen und sanitären Anlagen. An diesem Wochenende findet die Weltmeisterschaft der 470 er statt. Dementsprechend ist alles frequentiert. Der neu gebaute Komplex mit den Toiletten und Duschen bewältigt das gut. Jeden Abend könnte man dort hingehen und etliche Handtücher, Kleidungsstücke und Diverses einsammeln. Welch ein Durcheinander! Weiter geht es nach Ijmuiden. Dort wollen wir je nach Windvorhersage entscheiden, ob wir Amsterdam mit dem Bus oder Schiff anlaufen. Dies ist schnell geklärt. Schon am nächsten Tag soll es mit TONGA durch den Nordkanal zur Hauptstadt Hollands gehen.

Kein Verlust sich im Hafengebiet nebst Strand von Ijmuiden nur so kurz aufzuhalten. Ein ständiger Lärm durch die aufgebauten Jahrmarksbuden ist dann doch eher lästig. Auch der unpersönliche Hafen lädt nicht zum Verweilen ein. Wohl ein Grund, weshalb dieser hier noch etliche Gastlieger aufnehmen kann. Wir sagen lieber tschüss.

 

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Von Belgien nach Holland

Die Überschrift könnte auch lauten: wenig Wind haben wir viel! Nun haben wir die Zeit nach dem Wetterbericht zu segeln und tun dies auch. Doch trotzdem will das mit dem Segeln nicht so richtig klappen. Die Windvorhersagen stimmen einfach nicht und so leistet der Motor wacker seine Dienste, gegen und mit der Tide. Mit einem angenehmen Aufenthalt in Oostende werden wir etwas belohnt. Doch dann der volle Frust. Im totalen Regen schleusen wir aus dem Stadthafen von Oostende. "Draußen" können wir endlich mal segeln. Der Wind kommt sogar von achtern, so dass die Genua 2 ausgebäumt werden kann. Nach kurzer Regenpause setzt wieder starker Regen ein. Dieses Mal mit einer plötzlich einschießenden Gewitterböe. Und dann das Desaster: der Genuabaum zerbricht und das Vorsegel reißt ein! Voll gefrustet Motoren wir nach Breskens in einen geschützten Hafen.

Am nächsten Tag weiteres Motoren nach Stellendam. Wo ist denn der angekündigte Wind? Worauf können wir uns eigentlich einstellen? Spät abends kommen wir an der Schleuse Stellendam an. Wir machen für die Nacht am Außenschlengel fest, an dem vor uns schon 3 holländische Boote liegen. Am nächsten Morgen erzählen die Holländer von Gewitterböen mit Sturmstärke, die am heutigen Tage kommen sollen. Geprägt von der letzten Erfahrung mit diesen Naturereignissen, lassen wir uns nach innen schleusen und gehen in den nächsten Hafen nach Hellevoetsluis.

In Hellevoetsluis finden wir im Tramhafen einen sehr geschützten Liegeplatz. Hier ist das Liegen bei Süd-Windrichtung im Vergleich zum großen Gästehafen sehr komfortabel. Hafen ist aber eigentlich zu viel gesagt; es ist eher eine kleine Steganlage, die von einem Hausbootmakler betrieben wird. Preisleistungsangebot hervorragend, der Weg in die Stadt nur 10 Minuten. Der Ort selber wirkt auf uns typisch holländisch. Ein netter Aufenthalt bei den Regengüssen mit Herbststurm; viele Blätter verteilen sich auf dem Deck. So ist es O.K., dass Scheveningen noch etwas auf uns warten muss.

 

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Die Küste der Normandie

Von Guernsey können wir wegen der Tide erst nachmittags aufbrechen. Das bedeutet, dass TONGA erst im Dunkeln in Cherbourg ankommen wird. Das stört uns weniger, da wir wissen, dass das Einlaufen bei jeder Tag- und Nachtzeit möglich ist. Eher stört uns, dass zu wenig Wind zum Segeln ist. Das Motoren im Alderney-Race dagegen ist in Ordnung, ist es doch bei dem herrschenden Nebel mit dem brodelnden Wasser eher unheimlich, so dass wir diesen Teil der Strecke schnellstens hinter uns bringen möchten. Die Fahrt geht undramatisch zu Ende und ein gutes Plätzchen ist gefunden, so dass wir uns am nächsten Tag nach einen Internet-Café und einer Fernsehkneipe umsehen können. Denn bis zum Deutschland - Argentinien Spiel wollen wir in Cherbourg bleiben.

Cherbourg sehen wir jetzt beim 2. Mal mit anderen Augen. Sind wir wohl 2008 doch sehr auf der Durchreise gewesen. Wir machen einen viel kürzeren Weg in die Stadt aus, finden sofort den Supermarkt wieder. In diesen 3 Tagen erleben wir Cherbourg viel lebendiger. Es herrscht ein geschäftiges Treiben auf dem Frischemarkt, sowie an den folgenden Tagen, in denen die Innenstadt wegen Trödel- und Kleidermarkt auf den Straßen abgesperrt ist. Zum Fußball-Gucken gehen wir mit einer deutschen und holländischen Crew eines Traditionsschiffes in einen irischen Pub mit großer Leinwand. Es herrscht eine sagenhafte Stimmung. Selbst die Franzosen am Tisch hinter uns, gehen bei der deutschen Elf emotional mit. Mit 4:0 wieder ein großartiger Erfolg!

Am nächsten Morgen brechen wir um 4:30 Uhr in Richtung Ost auf. Ein langer 80 sm Stepp liegt vor uns. Zunächst einige Stunden gegen das ablaufende Wasser bevor TONGA endlich durch die Strömung geschoben wird. Um 20 Uhr erreichen wir durch ausschließliches Motoren Fécamp. Ein Gang durch den Ort und das Inspizieren der sanitären Anlagen laden nicht unbedingt zum Verweilen ein, so dass wir beschließen den Wind –wenn er denn kommen sollte- Richtung Norden am nächsten Tag zu nutzen. Wieder liegt ein längerer Törn vor uns, welcher ein frühes Aufstehen erforderlich macht. Bei dieser Strecke können wir zu mindestens auf 7 Stunden segeln zurückblicken. Gegen 21 Uhr machen wir fest in Boulogne sur Mer.

Le Port Boulogne sur Mer wird im Hafenhandbuch nicht besonders gut bewertet, trotzdem wollen wir uns hier nach den 2 sehr langen Seetagen etwas Stadtleben gönnen. Die sanitären Anlagen sind modern, großzügig und sauber. Die Hafenbar wir zum Fußballspielen stark frequentiert. So herrscht beim Spiel Holland-Uruguay eine bombige Stimmung. Da sind wir ja gespannt, wie viele Zuschauer es beim Spiel Deutschland-Spanien geben wird. Wir sind jedenfalls wieder dabei.

Boulogne sur Mer hat einen richtigen Stadtcharakter. In der Mitte die Altstadt umrahmt noch von der alten Stadtmauer. Alles gut erhalten und restauriert. Sehr angenehm. Der Weg in die Stadt ist kurz und sie bietet alles, was das Herz begehrt.

Nach dem zu Recht verlorenen Spiel gegen die sicheren Spanier geht es an der Küste weiter entlang nach Dunkerque. Die letzte französische Stadt und Hafen in Richtung Norden mit großer Geschichte. Wir bekommen gleich im ersten Yachthafen einen guten Liegeplatz. Nach 15 min Fußmarsch sind wir in der Stadt, die für uns wenig Atmosphäre ausstrahlt. Aber so haben wir uns wenigstens einen kleinen Eindruck verschafft.

 

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Saint Peter Port

Das ölig-glatte Wasser bleibt uns von Roscoff bis nach Guernsey erhalten; sprich auf dem gesamten 70 sm Törn Null Wind. Der Motor läuft bei ruhiger Drehzahl und schnurrt so vor sich hin. Bei den nächtlichen Wachen ist nur das Kontrollieren des Kurses von Nöten, da wegen des wechselenden Stromes in Richtung und Stärke immer wieder der Kurs korrigiert werden muss. Der volle Mond erleuchtet zur einen Seite und auf der anderen Seite erhellt immer noch die untergegangene Sonne den Horizont. Ansonsten ist wenig zu beobachten. Die Sonne ist schon lange aufgegangen, als wir die Hauptstadt von Guernsey erreichen. Zu einem idealen Zeitpunkt, wie uns scheint. Denn gerade wurde die Durchfahrt des Sills der Victoria Marina freigegeben und die ersten Boote strömen auf die Tankstelle zu. Wir reihen uns schnell mit ein und kommen zügig mit an die Reihe.

Noch 2,5 m Wasser über den Sill, so dass wir noch in den Hafen einlaufen können. Nachdem wir dem Hafenmeister "unseren" Tiefgang zugerufen haben, weist er uns gleich nach steuerbord in die erste freie Box ein. Welches Glück wir mit unserem Liegeplatz haben, wird uns erst beim nachmitttäglichen Einlaufen der Schiffe klar. Wir sitzen sozusagen in der ersten Reihe und brauchen uns beim Gerangel um die begrenzten Liegeplätze im Hafen nicht beteiligen. Kein Päckchen-Geliege und Absprachen wegen Verholen auslaufender Schiffe etc. für uns. Wirklich sehr komfortabel. Da passt es sich doch gut, dass wir mindestens bis nach dem Fußballspiel Germany-England bleiben wollen. Eine diesbezügliche Kneipe zu finden, wird wohl nicht das Problem sein. Wir stellen uns eher die Frage, wie wir als "Gegner" dort aufgenommen werden. Interessiert versuchen wir schon einmal die Fußballberichte in den englischen Zeitungen zu verstehen. Da werden wir schon etwas zurückhaltender.

Es ist schon interessant zu hören, dass sich in Deutschland eine Moderatorin entschuldigen muss, wenn sie den Satz "das war ihm wohl ein innerer Reichsparteitag" während der Spielberichte spricht. Bei uns zu Hause ist das nicht political correct. In England ist man da weniger zimperlich und spricht einfach von Krieg. Dazu ein Bild von Rooney mit Stahlhelm in Boxerpose. Es wird richtig angeheizt. Alle Kneipen in Saint Peter Port sind auf Fußball eingestellt. In einer haben wir die Wenigkeit von 8 Großbildschirmen zählen können. Es herrscht dort ein ohrenbetäubender Krach. Jeder kommentiert zu jeder Zeit das Spielgeschehen. Vor der Tür stehen Sicherheitsleute, um Ausschreitungen zu verhindern. Es gibt aber auch das genaue Gegenteil, dort wird mit Ruhe und Entspannung geworben; was aber die eindeutige Ausnahme ist. Für das Spiel Deutschland gegen England suchen wir uns dann doch lieber eine etwas ruhigere Kneipe, die aber einen Großbildschirm hat. Man, was war das für ein spannendes Spiel. Anschießend ist die Stimmung bei den Engländern sichtlich gedrückt und alle diskutieren über das ungegebene englische Tor. Die Presse am nächsten Tag überrascht uns. Kein weinerliches "wir wurden beraubt". Natürlich ist das Wimbledon Tor von 1966 mit umgekehrtem Vorzeichen überall Thema. Es wird aber eindeutig auseinandergenommen, warum die englische Mannschaft so hoch verloren hat.

Mit 4:1 ein Super-Erfolg für die junge deutsche Mannschaft. Jetzt müssen wir wohl unsere Segelstepps nach dem deutschen Spielplan ausrichten; hoffentlich unterstützt uns ein segelbarer Wind. Dieser kommt tatsächlich als West-Wind mit 10-15 kn. Können wegen der Tide allerdings erst nachmittags los. So verholen wir uns morgens in die Ankerbucht direkt vor St. Peter Port und können mit Blicken auf castle und town Abschied nehmen. Wir haben diese Stadt dieses Mal viel quirliger erlebt. Alles in allem hat sie uns wieder gut gefallen. Etwas nervig fanden wir allerdings, dass unsere britischen Pounds von Gibraltar nicht als Zahlungsmittel akzeptiert wurden. Hier die Guernsey-Jersey-Alderney-Pounds, dort die Gibraltar-Scheine und dann natürlich das britische Geld. Alles wird nach demselben Wechselkurs berechnet, nur trotzdem will jeder sein eigenes Süppchen kochen…

 

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Bretagne

Bei glattem Wasser und Totenflaute biegen wir gen Osten in den Englischen Kanal ein. Da wir nicht noch weiter Motoren wollen, wird TONGA durch die der Küste vorgelagerten Steine navigiert, um in L`Aber Wrac´h ein gutes Plätzchen zu finden. Schon von weitem können wir ein großes Mooring-Feld und einen relativ großen Hafen ausmachen. Ein idyllisches geschütztes Plätzchen, so dass wir beschließen, vor Anker zu gehen. Was aufgrund der vielen Mooring-Bojen gar nicht so einfach ist. Das Anlanden mit dem Beiboot im Hafengebiet ist dagegen unproblematisch. Nichts steht also dem Erkunden des neuen Ortes im Wege.

L`Aber Wrac`h selbst ist nur eine Ansammlung von Häusern, vornehmlich auf Gäste in Form von Lokalen eingestellt. Einen "richtigen" Ort findet man in ca. 20 min Fußwegentfernung, wo dann auch ein Bäcker, ein Schlachter sowie ein Supermarkt ansässig ist. Da es ohne Wind endlich sommerlich warm ist, macht das Ausschreiten zum Einkauf richtig Spaß. Noch schöner empfinden wir allerdings unseren ausgiebigen Spaziergang entlang der Küste am nächsten Tag. Viele Motive regen zu Fotos an. Gerd ist von der Landschaft immer mehr angetan. So entwickelt sich in uns ein besseres Bild von der bretonischen Landschaft. Man muss sich eben wirklich Zeit zum Wahrnehmen verschiedenster Dinge nehmen.

Darüber zu schreiben, können wir uns wohl sparen. Mal sehen, welchen Eindruck ihr über die Fotos bekommt. Dagegen wäre es interessant, sich über die "Froggys" zu unterhalten. Nun, da ich im Alltag mit den Franzosen mehr Kontakt habe, bekomme ich einen ganz anderen Zugang zu ihnen. Und dieser ist eher positiv; fühle ich mich vom Umgang, Habitus, Sprache (gerade Lautstärke und Melodie) eher ihnen zugetan, als z.B. im Vergleich zu den Spaniern, Portugiesen oder Engländern.

So fühlen wir uns beim Fußballspiel Allemagne-Ghana in der französischen Kneipe von L`Aber Wrac`h auch nicht unwohl. Am nächsten Morgen nach dem gewonnenen Spiel wird der Anker gelichtet, um als nächste Station Roscoff anzulaufen. Denn im Hafenbüro finden wir einen Prospekt, dass es in Roscoff eine ganz neue Marina geben soll. Die Freude darüber ist groß, löst sie doch unser Problem, wo wir uns für die nächsten 3 Tage aufhalten, bis der West-Wind für Guernsey kommt. Dann können wir mit dem Bus nach Morlaix fahren und ein Kneipenplätzchen für das Spiel England-Germany finden, bevor wir zur englischen Kanal-Insel durchstarten.

Aber, was für ein Reinfall! Stehen gegen 17 Uhr vor dem Fährhafen in Roscoff, aber kein dahinter liegender neuer Yachthafen. Dort wird gerade erst gerammt, von Liegeplätzen keine Spur. Nun haben wir ein Problem: wohin? Mit TONGA nach Morlaix geht nicht, da der Hafen dort trocken fällt, nach Lezardrieux einige Stunden Motoren oder die 70 sm nach Guernsey zumeist sicher unter Motor. Der Dieselvorrat müsste dorthin gerade noch ausreichen.

Die Entscheidung fällt für Guernsey. Vielleicht setzt sich ja ein leichter Nord-West-Wind durch, so dass wir wenigstens etwas segeln können. Spontan eine Nachtfahrt, naja, wird schon nicht so unangenehm: Vollmond und ja die kürzesten Nächte überhaupt. Also auf geht`s. Das bedeutet auch, dass wir das nächste deutsche Spiel in einer englischen Kneipe sehen werden; wie die Briten uns als "Gegner" dort wohl begegnen?

 

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